Achim Gruber, Künstler, 61 Jahre

Meine persönliche Vision war immer das Ausleben des Künstlerischen.

Meine konkrete Utopie ist, dass ich es angehe, aus der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit zu kommen. Ich habe Produktdesign gemacht, mich auch für Architektur interessiert und dann später Glasmalerei und Bleiverglasungen gemacht.

Ich möchte abstrakte, geometrische Gebilde im Raum machen, auch angewandte Dinge, wie Beleuchtungskörper. Ich wünsche mir eine Auftragslage, die meine Existenz sichert.

 

Meine gesellschaftliche Utopie ist das Grundeinkommen. Das wäre viel besser als Hartz IV, damit man nicht mehr als Bittsteller auftreten und jeden Job bei McDonalds annehmen muss.

Ich würde mir viel mehr gesellschaftliche Teilhabe wünschen. Die Reichen sollen großzügiger sein!

 

Global gesehen brauchen wir endlich das Ende der sinnlosen Kriege.

Auch die Ressourcenausbeutung muss extrem heruntergefahren werden, auch im Kleinen.
Alles zählt! Jeder soll reduzieren und keine zwei bis vier Autos fahren, und schon gar keinen SUV. Die USA leben uns den Massenkonsum und die Wegwerfgesellschaft vor.

Immer merh grenzenloses Wachstum funktioniert doch nicht! davon müssen wir weg!

 

Energiemäßig setze ich auf Kernfusion.

 

Für Ulm wünsche ich mir, dass ungenutzte Räume viel mehr in bezahlbare Atelierräume umgewandelt werden, damit kreative Visionen verwirklicht werden können. Die Veränderungen kommen ja nur von denjenigen, die fähig sind, sich Zukunftszenarien auszudenken, die von der Norm abweichen.

 

Ich träume von einer Gesellschaft, die nicht Links-Rechts Politik betreibt.

Die Basis einer funktionierenden Gesellschaft soll die Humanität sein, ein Kantsche Gesellschaft in Eigenverantwortung, in der der Mensch erzogen wird, moralisch zu handeln.

und zwar aus einem inneren Bedürfnis heraus, nicht weil Gott es vorschreibt.

Gerechtigkeitssinn ist es, was wir brauchen, nicht das Recht des Stärkeren, der die größeren monetären Ressourcen hat.

Martina Vodermayer