Inge Hoffmann, Therapeutin, 71 Jahre
Mein Traum ist, dass die Corona-Krise jetzt Anlass für uns ist, nicht in die alten Fehler zurückzufallen, nicht wieder dieses „Weiter so“ zu praktizieren.
Mir ist der Verkehr in Ulm sehr wichtig. Deshalb finde ich, dass es jetzt Zeit wäre, die grundlegenden Verbesserungen in Angriff zu nehmen, die zurückgestellt worden sind:
Das 365 €-Ticket, das angeblich zu teuer sei. Wir haben aber gesehen, dass schon das kostenlose Samstags-Ticket ein großer Erfolg war. Und der rasche weitere Ausbau der Straßenbahnen.
Wichtig wäre mir auch der weitere Ausbau der direkten Demokratie. Wir haben zwar in Ulm so eine Art runden Tisch für neue Ideen, aber daran sind nicht alle Bürger beteiligt, auch nicht indirekt.
Was mir auch sehr am Herzen liegt, ist die soziale Gleichwertigkeit. Ich bin viel mit Flüchtlingen unterwegs; da wäre noch vieles in den Bereichen Ausbildung und Arbeitsplätze zu verbessern.
Ich bin in der Arbeitsgemeinschaft für Ulm-West engagiert und kümmere mich momentan um die Belange älterer Menschen. Was wir bräuchten, wären mehr Bänke, insbesondere auch an den Haltestellen, und öffentliche Toiletten. In Tübingen gibt es dazu eine Vereinbarung der Stadt mit den Gaststätten; das wäre auch bei uns eine gute Sache.