David Klein, Softwareentwickler, 30 Jahre
Was willst Du wirklich?
Einen Arbeitsplatz, der mich ausfüllt, hinter dem ich stehe. Man verbringt soviel Zeit mit der Arbeit, daher sollte man auch glücklich sein damit. Ich möchte nicht nur fürs Geld arbeiten. Frage ich die Menschen, ob ihnen ihre Arbeit gefällt, sagen alle "passt schon". Das reicht mir nicht. Wo sehe ich mich selbst im Job der Zukunft? Man gehört ja immer einem System an. Selbst wenn ich Manager wäre, müsste ich mich ja doch anpassen, an Erwartungen der Kunden, an die Konkurrenz, die Wirtschaft. Ich stehe hinter meinem Beruf, aber manchmal muss ich mir selbst doppelt begründen weshalb. Ich möchte kreativ sein und etwas ändern. Die Balance finden zwischen Kreativität und Geld und Erfolg. Ich finde die Politik sollte mehr an Expertenmeinungen und Fachwissen gebunden sein. Ich sehe es so, dass die Fachmeinungen eingeholt werden, die Politik dann aber dann doch selbst in Diskussionen entscheidet wie etwas im Detail umgesetzt wird. In der politischen Zukunft wünsche ich mir einen Zwischenweg zwischen Kapitalismus und Kommunismus, da wir in der Geschichte bereits die Nachteile beider Systeme erkennen und daraus lernen konnten.
Was kann ich heute noch unternehmen, um meiner Idee einen Schritt näher zu kommen?
Ich müsste mich näher informieren, wie kommt es zu einer Gesetzesänderung, wie kann ich so etwas beeinflussen, wie kann ich so etwas anstoßen. Wie finde ich meinen Platz? Ich möchte mich bewusst entscheiden in meinem Leben. Was will ich, wofür setze ich mich ein, wofür nicht. Oder ich lasse mich jetzt bewusst einfach nur treiben. Soll ich etwas verändern an meinem Leben, wie zufrieden bin ich eigentlich? Man muss selbst was ändern wollen, das Problem ist oft, dass man sich aber "die Hände nicht schmutzig machen will". Ich muss mich einfach trauen, etwas zu verändern trotz eventueller negativer Konsequenzen. Wie viele Dinge akzeptiert man, weil sie schwer zu ändern sind oder man sich einfach damit abgefunden hat?