Gabriela, 56 Jahre

Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann möchte ich, dass sich keine Frau auf der Welt mehr aus irgendwelchen moralischen oder politischen Gründen dafür schämen muss, dass sie Sex hatte, und nirgends mehr schief angesehen oder moralisch dafür geächtet wird, wenn sie ein uneheliches Kind zur Welt bringt. Es sollte überall für die Gesellschaften eine Selbstverständlichkeit sein, einen neuen Menschen willkommen zu heißen, und ihm auch als Gesellschaft gemeinsam die Bedingungen finanzieller Art zu bereiten, dass er gut ins Leben hinein finden kann, unabhängig davon, ob die individuelle Mutter Geld hat oder arm ist. Das sollte eine kollektive Aufgabe sein, über die man gar nicht mehr nachdenken muss.

Wir leben seit Tausenden von Jahren auf dem Planenten, und dieses Problem ist immer noch nicht gelöst.

Martina Vodermayer