Aileen, Mirko, Taio

Eine junge Familie kommt zum Container. Es gelingt tatsächlich, ein längeres ruhiges Interview zu führen, wozu vor allem auch das „was willst du wirklich“-Fahrzeug bei trägt, für das sich der Kleine immer mehr begeistert und nach längerem Zögern anfängt, es selbst zu steuern. Gleichzeitig beobachten wir fasziniert die Zusammenhänge zwischen Kreativität und Kontrolle.

 

Die Frage „was willst du wirklich?“ erweist sich zunächst als sperrig. Auf die Frage nach den Kinderträumen kommt von Mirko (obwohl es wirklich ein junger Mann ist) die Aussage, er habe einmal Lokomotivführer werden wollen. Das habe aber nicht lange angedauert und er habe es auch nicht versucht, in irgendeiner Weise umzusetzen.

 

Außerdem habe er Schlagzeug spielen wollen; das hätten seine Eltern aber blockiert. Es habe sich aber ein Ausweg über die Elektronik ergeben; er habe später lange und intensiv am PC Software- basierte Musik gemacht und daran auch viel Spaß gehabt.

Aileen erzählt dazu die Parallele aus ihrem Leben, dass sie lange Zeit eine E Gitarre gehabt habe und davon anfangs sehr fasziniert gewesen sei; im Lauf der Zeit sei das aber immer weniger geworden und sie habe das Instrument schließlich verschenkt, als klar war, dass sie nicht weiter spielen würde.

Die beiden erzählen dann, dass sie noch eine weitere Gemeinsamkeit hätten, nämlich das Motorradfahren. Sie hätten 2 Maschinen in der Garage stehen und würden das gemeinsame Fahren als Ausdruck höchster Freiheit empfinden, auch als eine Art von Kreativität, auf die man sich einlassen könne.

Und dann kommt ganz überraschend am Ende des Interviews noch eine weitere Antwort auf „was willst du wirklich“: wir wollen noch ein 3. Kind.

Martina Vodermayer