Boris Mauritius, 57 Jahre
Wovon träumen Sie?
Imagine! Nichts drückt meine Träume besser aus als dieses Lied von John Lennon, das dazu auffordert, Grenzen des Denkens aufzulösen.
Der größte Teil der Gesellschaft orientiert sich am Haben, und das drückt sich auch in der Sprache aus. Wir „haben“ sogar Kinder. Alles orientiert sich am Besitz, und wir selbst definieren uns auch weitgehend über unsere Attribute.
In der Corona-Krise Haben sich ja einerseits viele unbekannte Grenzen neu gebildet, und andere haben sich aufgelöst. Wie ist es Ihnen in dieser Zeit ergangen, wie hat sich ihr Leben verändert?
In dieser Zeit habe ich ein Lied geschrieben mit dem Titel „Es gibt immer einen Weg“. Das war für mich von sehr großer Bedeutung, weil es mir ansonsten sehr schlecht gegangen ist. Ich bin in der Arbeit kaputt gegangen und jetzt in Frührente. Aber ich konnte nichts dagegen machen.
Ich habe ursprünglich eine Schreinerlehre gemacht und dann Sozialarbeit studiert. Ich habe auch eine Hausarbeit über das Grundeinkommen geschrieben.
Was macht sie glücklich?
Mit anderen Musik machen! Ich habe ein paar Freunde, mit denen ich Musik mache.
Ihr Lied hat ja einen wunderbaren Titel, gerade in solchen Krisenzeiten. Hätten Sie nicht Lust, einmal mit ihren Freunden zum Container zu kommen und das Lied zu spielen? Wir würden es aufnehmen und auf unserer Homepage stellen.
Dafür bin ich nicht gut genug, das traue ich mir noch nicht zu. Aber ich überlege es mir noch einmal.